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Fotografie, Im Fokus

Wenn sich Sonne, Wind und Wellen treffen

Der Aksla bei Ålesund, Aussichtspunkt und Fotostandort für diesen atemberaubenden Sonnenuntergang, der in unserem Store auch als hochwertiges Wandbild erhältlich ist.

ISO 100
153 mm
f/ 14
1/50 s
Wenn sich Sonne, Licht und Wellen treffen
ISO 100
153 mm
f/ 14
1/50 s

Es wird bereits dunkel, als Marina und ich oben auf dem Aksla, dem Hausberg von Ålesund, ankommen. Die Sonne steht tief, die Schatten sind lang und nach einem Spätsommertag legt sich langsam Stille über die malerische norwegische Hafenstadt. Mein ursprünglicher Plan, ein Panorama der Stadt mit knapp 50’000 Einwohnern scheitert leider an einer passenden Position zum Fotografieren. An den Stellen, an denen ein solches Panorama möglich wäre, stehen zu viele Menschen oder ich komme aufgrund von Büschen und Bäumen nicht dorthin, wo ich hin möchte. Irgendwie habe ich mich aber mittlerweile fast schon daran gewöhnt, das Panorama-System umsonst zu tragen – mit etwas muss der Rucksack ja schliesslich gefüllt werden.

Aufstieg auf den Aksla bei Ålesund

Wer noch nie auf dem Aksla war, dem sei der Aufstieg über die weithin sichtbare Treppe mit den 418 Stufen wärmstens empfohlen. Ausser wenn gerade ein Kreuzfahrtschiff im Hafen liegt, dann ist der schmale Weg schnell überfüllt. Auch als Treppenlauf machen die 188 Höhenmeter ab Meeresniveau Spass. In dem weitläufigen Hügelgelände hinter dem Aussichtspunkt kann man die Strecke beliebig verlängern und die Besuchermassen so ganz einfach hinter sich lassen.

Ist der Aufstieg geschafft, warten ein Restaurant, ausser Atem geratene Menschen mit roten Köpfen und eine wunderschöne Aussicht auf die weitläufige Insellandschaft rund um Ålesund auf uns. Schnellfähren ziehen weisse Schaumkronen hinter sich her, wenn sie die Inseln miteinander verbinden. Möwen kreisen über dem Gipfel und mit etwas Glück können wir einem Hurtigruten-Schiff beim An- oder Ablegen zuschauen. Es ist ein bisschen wie im Miniatur-Wunderland, nur ohne Züge und in Real-Life.

Licht und Wellen

Ein bisschen verloren stehen wir nun hier oben, wissen nicht so richtig, ob es sich überhaupt lohnt, die Kamera auszupacken. Einen weiteren Sonnenuntergang zu fotografieren reizt uns nicht, zu abgedroschen ist dieses Motiv mittlerweile. Aber der Wind meint es gut mit uns und zaubert unverhofft ein fotogenes Muster auf das Meer. Lange, schön strukturierte Wellen ziehen in Zeitlupe von Nord nach Süd, ein tolles Schauspiel, welches sich hier im Licht der untergehenden Sonne entfaltet.

Doch es kommt noch besser, als die Sonne langsam hinter einer kleinen Insel weit draussen im Atlantik unterzugehen beginnt. Raunen heisst der kleine Fels, der im offenen Meer liegt, vielleicht zehn Kilometer von der Küstenlinie entfernt. Noch hat die Sonne aber den Horizont nicht erreicht. Sie wirft ein warmes, weiches Licht auf die Wellenlinien, die der Wind auf dem Wasser erzeugt.

Schnell ist der Rucksack abgesetzt, Kamera und Teleobjektiv herausgeholt und ein ruhiges Plätzchen zum Fotografieren eingenommen. Mit einem Weitwinkelobjektiv möchte ich diese Szene gar nicht erst versuchen, denn ich könnte damit nie den ganzen Fokus auf dieses Lichtspiel auf der Wasseroberfläche lenken. In meinem Kopf ist es ein eher minimalistisches Bild, welches ich nun versuche, in die Tat umzusetzen. Hochformat, Querformat, Blende etwas offener oder etwas geschlossener – bei diesem Motiv bleibt mir glücklicherweise Zeit, ein paar Variationen auszuprobieren, so dass ich im Nachhinein entscheiden kann, welche Version mir am besten gefällt. Trotzdem ist das Lichtspiel nur von kurzer Dauer, denn oberhalb des Horizionts liegt eine dunkle Wolkenbank, die die Sonne bald verschluckt.

Im sicheren Hafen von Ålesund

Oben die Aussicht, unten die Einsicht, dass es für das geplante Panorama ungefähr auf der Hälfte der Treppenstufen hinauf zum Aksla einen besseren Platz gegeben hätte. Dafür ist es nun aber zu spät, die Sonne und das gute Licht sind weg und wir schon wieder unten im Stadtzentrum von Ålesund. Im Hafen gelingt mir etwas später aber doch noch eine Panorama-Aufnahme der Stadtkulisse in der blauen Stunde. Manchmal muss man eben einfach geduldig sein. Und einen Tag später sind wir zur richtigen Zeit am richtigen Ort und können die ganze Stadt in einem weiteren Roundshot einfangen.

Übrigens: auf meinem Instagram-Account @falko.burghausen findest du regelmässig weitere Beiträge mit neuen Fotografien oder Videos.

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